Prenzlberger Gartenzwerge

Kindertagespflege Annika Heine

Konzept

Mein Name ist Annika Heine, ich bin 46 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier Söhne im Alter von 12 und 15 Jahren. Eigentlich bin ich gelernte Diplom-Geografin, kam aber durch Umwege während der Betreuungszeit der eigenen Kinder zur Tätigkeit der Tagespflegeperson.
Seit 2009 betreue ich Tageskinder und begleite sie mit Freude ein kleines Stück auf ihrem Weg zum Großwerden. Besonders wichtig ist mir eine familiär gestaltete Beziehung, die aufgrund der kleinen Gruppengröße zwischen Kind, Eltern und mir als Tagespflegeperson samt meiner eigenen Familie aufgebaut werden kann. Sie erleichtert den Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch in den Umgang mit anderen Kindern.

Betreuung

Die Betreuung bei den Prenzlberger Gartenzwergen findet momentan in einer kleinen Gruppe mit bis zu fünf Unterdreijährigen an drei Tagen die Woche (Dienstag bis Donnerstag) jeweils von 9 bis 16 Uhr in angemieteten Räumen statt.

Die Pflegestelle umfasst einen geräumigen Gruppenraum mit direktem Zugang zum Garten, eine Garderobe, ein Bad sowie eine abgeschlossene Küche.

Ich biete gezielt eine Förderung von Kindern im Alter zwischen einem und drei Jahren an und sehe meine Tagespflegestelle als bewusste Vorstufe zur Kindertagesstätte bzw. zum Kindergarten. In Einzelfällen kann ein Kind auch über das vollendete dritte Lebensjahr hinaus in der Gruppe bleiben, wenn dies für das Wohl des betreffenden Kindes ratsam ist und von allen Seiten befürwortet wird.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht das Kind, das sich und sein Umfeld zunehmend entdecken will, das sich nach und nach aus der Abhängigkeit der Erwachsenen befreien und zu mehr Selbständigkeit gelangen möchte. Hauptaufgabe für mich als betreuende Person ist es, die dafür nötige Hilfestellung zu leisten. Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der engen Zusammenarbeit mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre und in einem gegenseitigen Verantwortungsbewusstsein. Beide Seiten – Eltern und Tagespflegeperson – bilden eine Erziehungspartnerschaft im Sinne des Kindes.

Ich arbeite nach den Grundsätzen des Berliner Bildungsprogramms, das auch den Berliner Kindergärten als Grundlage für ihre Erziehungsarbeit dient. Im Sprachlerntagebuch dokumentiere ich Entwicklungsschritte der Kinder und nutze es als Sammelmappe für Fotos und erste Malereien und Bastelarbeiten. Das Sprachlerntagebuch wird dem Kind beim Übergang in den Kindergarten mitgegeben.

Einen finanziellen Zuschuss für die Förderung ihrer Kinder erhalten interessierte Eltern bei ihrem zuständigen Jugendamt (Gutscheinstelle). Der sogenannte Kita-Gutschein berechtigt die Inanspruchnahme eines Betreuungsplatzes in einem gewissen zeitlichen Rahmen. Je nach Stundenbedarf wird zwischen Halbtages-, Teilzeit- oder Ganztagsbetreuung unterschieden.

Altersgerechte Förderung und erzieherische Leitziele

Jedes der Kinder wird von mir seinem Alter und seiner Neigung entsprechend gefördert. Ein geregelter Tagesablauf mit festgelegten Bring- und Abholzeiten, Essens- und Ruhezeiten, kann den Kindern dabei helfen, sich in ihrem neuen Umfeld schnell einzufinden und sich sicher und geborgen zu fühlen. Feste Zeiten und auch Regeln sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Tagesablaufs. Sowohl im Umgang miteinander als auch im öffentlichen Leben müssen die Kinder lernen, sich an bestimmte Regeln zu halten. Das Heranführen an Regeln erfolgt mit viel Geduld und Feingefühl, aber auch mit Entschlossenheit. In meiner Arbeit orientiere ich mich an folgenden Leitzielen:

Persönliche Entwicklung der Kinder

Ich fördere die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins. Sie sollen ihre Persönlichkeit entwickeln und lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zu äußern und angemessen durchzusetzen.

Die Kinder entwickeln ihre sozialen Fähigkeiten; sie beginnen, auf andere zuzugehen und sich mit ihnen gut zu verständigen. Sie lernen, Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Dafür nehmen wir uns viel Zeit und die Kinder dürfen beispielsweise ausprobieren, sich selbst an- und auszuziehen oder selbständig zu essen, auch wenn dies länger dauert. Den Kindern diese Zeit zu geben ist heute, da alles schnell gehen muss, umso wichtiger.

In der Tagespflege erleben die Kinder alltägliche Situationen, mit Aufgaben, in die die Kinder im Sinne einer Erziehung zur Selbständigkeit mit einbezogen werden. In den Räumen können sich die Kinder sicher bewegen und sie lernen den Umgang mit Gefahren. Die Entwicklung des Kindes wird beobachtet und dokumentiert. Bei Bedarf oder auf Elternwunsch kann die Auswertung besprochen werden.

Bildung von Anfang an: Freude am Lernen

Ich möchte die Neugier der Kinder unterstützen, spielerisch all ihren Sinnen Anregungen bieten. Ein gutes Körpergefühl und Freude an Bewegung zu fördern ist mir wichtig, da auch dies die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärkt. Die Kinder sollen Spaß an der Sprache entwickeln und diese als ein wesentliches Ausdrucksmittel nutzen. Ich ermuntere sie, mit Sprache zu experimentieren, Erlebtes und Gefühle in Worte zu fassen. Sie entwickeln mit meiner Unterstützung lebenspraktische Fertigkeiten. So lernen sie beispielsweise, sich mehr oder weniger selbständig an- und auszuziehen, zu essen, sich die Hände zu waschen und abzutrocknen oder die ersten Regeln im öffentlichen Raum zu verinnerlichen (z.B. Stopp bei Straßenüberquerung, Achten auf grünes Ampelmännchen etc.). Für das Erlernen dieser Fähigkeiten können sich die Kinder viel Zeit nehmen – das „Alleinemachen“ wird unterstützt.

Ich fördere die Kinder dabei, ein Gefühl für angenehme und schöne Dinge zu entwickeln. Sie können phantasievoll ihre Ideen beim Malen und Spielen umsetzen, sie lernen Lieder und Musik kennen, spielen auf Rhythmusinstrumenten und auf dem Klavier oder sammeln bunte Blättersträuße, schöne Steine und schnuppern an Blüten.

Die Natur ist für Kinder ein ganz bedeutender Erlebnisort, darum sind wir viel draußen. Vor allem im eigenen Garten halten wir uns viel auf, aber auch auf den zahlreichen Spielplätzen in der näheren Umgebung oder beim Spazierengehen im Kiez. Unser Garten ist abgeschlossen und bietet den Kindern daher einen sicheren Raum. Natur erleben steigert Phantasie und Kreativität. An die frische Luft gehen wir täglich, meist einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag. Auch bei Schlechtwetter ermögliche ich den Kindern zumindest eine Runde pro Tag im Freien.

Für gemeinsame Ausflüge steht ein Vierlingsbuggy zur Verfügung. In unserem Garten gibt es eine Buddelkiste und diverse Außenspielzeuge. Im Sommer freuen sich die Kinder auf das gemeinsame Blumengießen und Wasserspiele. In der Natur lernen die kleinen Forscher Flora und Fauna kennen. Auch ein Berliner Hinterhofgarten bietet eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen, Käfern, Asseln, Vögeln, Regenwürmern und - zum Leidwesen der Gartenbesitzer - Schnecken. Im Spiel mit Naturmaterialien können die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Die Bewegung im Freien schult die Motorik und „gelüftete“ Kinder sind ausgeglichen. In Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt lernen bereits kleine Kinder Mengen und deren Zuordnung einzuschätzen.

Gesundheit und Ernährung

Die Gesundheit der Kinder zu fördern und ihnen eine gesundheitsbewusste Lebensweise nahe zu bringen sind für mich wichtige Aufgaben. Körperpflege, Schlaf und Mahlzeiten nehmen einen großen Raum im Tagesablauf ein. Ich lege großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Die Verpflegung ist abwechslungsreich, das Mittagessen wird täglich frisch gekocht und richtet sich nach dem Geschmack der Kinder. Die Mahlzeiten werden in einer angenehmen Atmosphäre gemeinsam eingenommen. Erste Tischsitten werden geübt (gemeinsamer Start und warten, bis alle aufgegessen haben).

Da Babys und Kleinkinder besonders empfindlich sind gegenüber Krankheitserregern, die durch Lebensmittel oder Hygienemängel verbreitet werden, ist die Einhaltung von Hygieneanforderungen für mich selbstverständlich. Eine sorgfältige Verarbeitung und Lagerung der Nahrungsmittel sowie saubere Räumlichkeiten sind dabei entscheidende Voraussetzungen.

Kinder, die krank sind, gehören ausschließlich in die Obhut ihrer Eltern. Sollte das Kind bereits am Morgen Krankheitsanzeichen haben, sollten die Eltern unbedingt an das Wohl ihres Kindes denken, aber auch ihrer Verantwortung gegenüber der Gruppe und der Tagespflegeperson gerecht werden und ihr Kind telefonisch abmelden. Erkrankt das Kind während der Betreuungszeit, werden die Eltern umgehend benachrichtigt und die Abholung wird vereinbart. Bei ansteckenden Krankheiten wird nach Gesundung eine ärztliche Gesundschreibung erbeten. Eltern haben einen Anspruch auf Krankheitsurlaub, um sich um ihr krankes Kind zu kümmern.

Um Lösungen bei eventuellen Entwicklungsverzögerungen und gesundheitlichen Defiziten zu finden, ist mir der Austausch mit den Eltern sehr wichtig. Als überzeugte Nichtraucherin sind die Räumlichkeiten natürlich absolut rauchfreie Zonen.

Kleidung, Spielsachen und Bücher

Die Kinder sollen unbekümmert spielen können und sich auch einmal schmutzig machen dürfen. Darum sollten die Eltern Ersatzkleidung mitgeben oder in der Einrichtung deponieren. Für Regenwetter benötigen wir eine Buddelhose. Auch rutschhemmende, warme Hausschuhe sollten vorhanden sein. Bequeme Kleidung ist den Kindern am liebsten, damit beim Spiel nichts zwickt und zwackt.

Das Spielzimmer ist anregend gestaltet, bietet Möglichkeiten zur Bewegung, zum Erforschen und zum Rückzug. Spielmaterialien sollten selbstverständlich unbelastet von Chemikalien sein, die Phantasie des Kindes ansprechen und vielseitig verwendbar sein. Ich bevorzuge Spielzeug, das die Neugier und das Selbstgestalten anregt. Das Tagespflegekind kann auch ein eigenes Spielzeug, z.B. ein Kuscheltier, von zu Hause mitbringen. Bei der Auswahl der Spielsachen achte ich darauf, dass die Kreativität durch das Kind stets angeregt wird und bevorzuge Konstruktionsspielzeug, Puzzles, Bücher – Spielsachen, die sich immer neu entdecken lassen. Auf elektronisches Spielzeug verzichte ich. Wichtig ist mir auch, die Kinder nicht mit Spielsachen zu überfrachten und tausche auch lieber ab und an aus, damit nicht zu viel zeitgleich zur Verfügung steht. Viel wichtiger als eine Spielzeugfülle ist es mir, den Kindern Räume zu bieten, die immer neue Spielideen hervorbringen. So ist unsere Holzblockhütte im Gruppenraum Mittelpunkt des täglichen Spiels und dient mal als Eisbude, Kuschelecke, Spielhundehütte, Wohnhaus oder Werkstatt. Im Rollenspiel werden Alltagssituationen nachgeahmt und die Kinder entwickeln eine enorme Kreativität und Spielvielfalt. Bereits ganz kleine Zwerge zeigen einen hohen Kommunikationswillen und besitzen eine große Fähigkeit, sich auch nonverbal verständlich zu machen.

Kinder können in Bilderbüchern Dinge entdecken, Begriffe lernen und Gefühle entwickeln. Sie erleben und bewältigen unbekannte Situationen und lernen, sich "in der Welt" zurechtzufinden. Kindern Geschichten zu erzählen und vorzulesen ist eine wichtige Form, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Kinder entwickeln so ihren Sprachschatz und Phantasie. In der Buchsammlung finden die Kinder gute Bilder- und Vorlesebücher, Märchen- und Sachbücher, Bücher mit Liedern und Reimen. Spielsachen und ausgewählte Bücher sind für die Kinder frei zugänglich, was ihnen eine selbstbestimmte Beschäftigung ermöglicht.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Ich verstehe die Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartnerschaft. Ein Tagespflegekind muss sich in zwei unterschiedlichen Gruppen (Familie und Kindergruppe) zurechtfinden. Gerade zu Beginn der Betreuung in der Tagespflege kann dies für das Kind verwirrend sein, weil etwa unterschiedliche Regeln und Abläufe gelten. Darum benötigt es Unterstützung und Verständnis sowohl seitens der Eltern als auch der Tagespflegeperson. Ich möchte neuen Eltern und Kindern den Einstieg in die Kindertagespflege erleichtern. Sie lernen vor und während der Eingewöhnung die Tagespflegestelle kennen und werden mit dem Alltag in der Gruppe schrittweise vertraut gemacht. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo der Eingewöhnung, für die meist ein Zeitraum von drei bis vier Wochen einzuplanen ist. Nur so kann das Kind ohne Ängste in der neuen Situation Vertrauen fassen.

Um eine gute Zusammenarbeit aufzubauen, ist mir grundsätzliche Offenheit und das Einhalten verbindlicher Absprachen mit den Eltern des Tagespflegekindes wichtig. So können wir Erwachsene dem Kind eine gemeinsam abgestimmte Betreuung und Erziehung anbieten. Gespräche in einer möglichst entspannten Übergabe-Situation gehören dazu. Erziehung ist nicht immer einfach und jeder hat seine eigenen Vorstellungen davon, was Kindern gut tut. Darum sollten auch Eltern Kritik äußern. Solange wir unsere Meinungen offen austauschen, kann das für das Kind nur von Nutzen sein. Schweigepflicht in der Tagespflege ist eine wichtige Voraussetzung, damit gegenseitiges Verständnis und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen der Tagespflegeperson und den Eltern des Tageskindes aufgebaut werden können.

Beratung und Fortbildung

Gerne biete ich interessierten Eltern einen Besuchstermin bei den Prenzlberger Gartenzwergen an und informiere bezüglich Gutscheinbeantragung, Vertragsmodalitäten, Eingewöhnung, Konzept sowie Tagesablauf in der Tagespflege.

Ich besuche regelmäßig Fortbildungen, die meiner Arbeit neue Impulse geben und mich auf den neuesten Stand in Sachen Psychologie und Pädagogik bringen. Im regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit anderen Tagespflegepersonen beraten wir uns gegenseitig.

Kontakt

Kontaktieren Sie mich, wenn Sie Interesse an einem Betreuungsplatz haben und mich kennenlernen wollen (Kontaktaufnahme bevorzugt per Email).

Prenzlberger Gartenzwerge
Kindertagespflege Annika Heine

Annika Heine
Schliemannstr. 17
10437 Berlin

Telefon +49 175 8522596
Email heine@prenzlberger-gartenzwerge.de
Internet prenzlberger-gartenzwerge.de